Uhren

Bei Uhren ist die Wasserdichtigkeit ein oft missverstandener Begriff. Gerne möchten wir Ihnen hier erklären was unter dem Begriff zu verstehen ist, damit Sie für sich selbst entscheiden können, was Sie mit Ihrer Uhr alles für Aktivitäten machen möchten. 

Die Wasserdichte Ihrer Uhr finden Sie auf dem Gehäuseboden eingraviert. Manchmal finden Sie die Angabe auch auf dem Zifferblatt. Darüber hinaus finden Sie die Informationen zur Wasserdichtigkeit auch in Ihrer Bedienungsanleitung. Die Angaben können auf einer Uhr in Metern, Bar oder ATM angegeben sein. 
1 ATM = 1,01325 Bar bzw. 1 Bar = 10 Meter

Die Angabe von zum Beispiel 3 ATM oder 30 Metern bedeutet nicht, dass Sie damit bis zu 30 Meter tief tauchen können, sondern das die Uhr lediglich maximal einen Druck von 3 Bar aushält. So entsprechen 3 Bar zwar dem Druck in einer Tiefe von 30 Metern, hierbei handelt es sich jedoch nur um einen Prüfdruck. Beim Schwimmen und besonders bei einem Sprung ins Wasser kann der Druck auf die Dichtelemente kurzfristig über den garantierten Prüfdruck liegen. Dies ist auch der Grund weshalb Uhren, die einen Prüfdruck von 3 oder 5 Bar besitzen, zum Schwimmen und Tauchen nicht geeignet sind, sondern tatsächlich nur gegen Spritzwasser schützen. 

Wasserdichtigkeits-Tabelle

Bitte beachten Sie folgende Hinweise:

  • Hohe Temperaturunterschiede zwischen Uhr und Wasser verstärken den Effekt, so wie er etwa durch Sonneneinstrahlung, Sauna etc. hervorgerufen werden kann. Springt man dann mit seiner Uhr ins Wasser, addiert sich zum Aufschlagdruck noch der Unterdruck durch die Abkühlung.
  • Im Salzwasser sollten Sie nur mit speziellen Taucheruhren schwimmen und keine andere Uhr tragen, auch wenn diese bis 10 Bar wasserdicht ist. Das Salzwasser greift die Dichtungen an und macht sie porös.
  • Unbesorgt schwimmen (nicht in Salzwasser) erst ab einer Wasserdichtigkeit von mindestens 10 Bar.
  • Wasserdichtigkeit ist keine bleibende Eigenschaft. Wenn Sie mit Ihrer Uhr regelmäßig schwimmen möchten, sollte diese jährlich überprüft werden. Grund sind die eingebauten Dichteelemente, die in ihrer Funktion und im täglichen Gebrauch nachlassen. So unterliegen die Dichtungen und auch die Komponenten der Uhr einem natürlichen Alterungsprozess, der z.B. durch Schweiß oder Säuren beschleunigt werden kann. Durch diese äußeren Faktoren kann die Wasserdichtigkeit grundsätzlich nicht für die gesamte Lebenszeit einer Uhr garantiert werden.
  • Es gibt auch Bedienungsfehler, durch die die Wasserdichte einer Uhr beeinträchtigt werden kann. So bietet die Krone Ihrer Uhr nur dann Schutz vor eindringendem Wasser, wenn diese fest aufsitzt oder – bei verschraubten Kronen – fest verschraubt ist. Bei Chronographen besteht zudem die Gefahr, dass die Drücker im Wasser aktiviert werden. Passiert dies, dringt Wasser ins Gehäuse. Wenn Sie also mit Ihrer Uhr im Wasser sind, dann vermeiden Sie jeglichen Kontakt mit der Krone und den Drückern.